Suriname

Am 17.09.2016 flogen wir von Amsterdam nach Paramaibo, der Hauptstadt von Suriname. Ein kleiner Staat zwischen Guyana und Französisch Guyana in Südamerika, er besteht noch überwiegend aus Regenwald. Es gibt auch nicht viele Straßen, eine an der Küste lang, eine von Flughafen (ca.30km) zur Hauptstadt und zwei weitere von der Küste in den Dschungel.

Suriname war früher mal eine holländische Kolonie und so sprechen alle Weißen, Farbigen und Indigene holländisch...

Am Flughafen nahmen wir ein Taxi nach Para, unsere erste Privatunterkunft bei Joop. Er hat ein großes Haus mit Pool und einen großen Garten, in dem es Totenkopfaffen, Vögel und ein Aguti gab.

Joop ist mit einer Einheimischen verheiratet, er ist Gitarrist und hatte jeden Tag mit seiner Band einen Auftritt. Einen Abend haben wir auf der Terrasse mit den beiden gesessen und er hat einige Songs gespielt von Eric Clapton, Beatles usw.. Das war eine toller Abend. Hier blieben wir drei Nächte. Eine Frau mit zwei Kindern, auch aus Holland, kam morgens und machte für uns das Frühstück. 

 

Joop organisierte einen Fahrer der uns zu unserer zweiten Unterkunft nach Groningen brachte. Der Ort war ca. 50km von Para entfernt. In Suriname hat nicht jeder ein Auto, aber die eins haben übernehmen gerne mal eine Tour für wenig Geld. Unsere neuen Vermieter Wim und Sjaan haben uns herzlich empfangen. Sie haben frühen in Deutschland gearbeitet und sind hier hin ausgewandert.

Ein Bungalow für uns alleine und der Kühlschrank war gefüllt, toller Service. Auch hier ein großer Garten und direkter Zugang zum Dschungel. Es gab auch einen Pool und den haben auch oft genutzt, da es sehr heiß war.

Sjaan mußte ins Dorf etwas erledigen und fragte uns ob wir mitfahren wollten. Zuerst fuhr sie mit uns zu einem Imbiss und nahm für sich und ihren Mann Wim etwas mit, wir haben dort auch etwas gegessen. Sie fuhr nach Hause und wir sind noch weiter zu Fuß in den Ort spazieren gegangen. Es gibt dort einen großen Fluß an dem meine Frau ein Kaffeeshop entdeckte. Wir kamen mit dem Besitzer, ein Auswanderer aus Holland, wie so viele hier, ins Gespräch. Er erzählte uns das er mit einer Frau aus Suriname verheiratet wäre, die wohnte in den Niederlanden und er hier...

Wir tranken einen Kaffee und plauderten noch ziemlich lange. Dann machten wir uns auf dem Weg zu unserer Unterkunft und dabei sahen noch ein Faultier mit Nachwuchs.

Von Groningen ging es nach Paramaibo, wo wir für eine dreitägige Dschungeltour nach Voltzberg, einem Felsen im Regenwald, abgeholt wurden. Mit dem Kleinbus wurden alle Teilnehmer eingesammelt, alles junge Pärchen aus den Niederlanden, die hier lebten.

Dann ging es über staubige Straßen zu einem Fluß, wo wir mit Getränken und Verpflegung in einem Boot umstiegen. Zwei Guides waren mit an Bord und ein junger

Mann der einen Film drehte mit einer Drohne. Wir waren dabei, weil ich den Cock of the rock, einen Felsenhahn, sehen wollte und den sollte es am Voltzberg geben. Etwa zwei Stunden fuhren wir flußaufwärts, mit einer Badepause auf einer kleinen Insel. Unser Ziel war Fungu Island, wo wir übernachteten. Am nächsten Tag startete die Dschungeltour, zunächst mit dem Boot zur einer weiteren Station, von da aus ging es zu Fuß in den Regenwald. Meine Frau blieb in der Unterkunft. Ich nahm 7 Flaschen Wasser mit, denn ich würde wieder zurück zur Zwischenstation laufen, weil ich nicht auf dem Felsen schlafen wollte (Rückenprobleme). Es war kein Spaziergang, ich habe meinen Wasservorrat komplett verbraucht. Am Voltzberg angekommen machte sich die Gruppe auf, den Berg zu erklimmen. Ich machte mich mit zwei Guides auf den Felsenhahn zu finden, nach zwanzig Minuten bekam ich ihn vor die Kamera.

Fazit dieser Tour, sie war sehr anstrengend, viel zu teuer (pro Person 275,- Euro) und die Unterkunft Fungu Island ekelig. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Bad bei Jenny Tours gebucht und dafür 150,- Euro Aufschlag bezahlt. 

Nun ging es nach Zanderji, wieder Richtung Flughafen in die Unterkunft Banabeki B&B zu Jos. Vier Tage waren wir beim ausgewanderten Belgier. Er hatte sich mit seiner Frau ein Haus gekauft, doch die hatte sich von ihm getrennt und lebte wieder in Deutschland.

Da wir noch mit fast allen Vermietern in Suriname Kontakt haben, wissen wir das Jos seine Jugendliebe in Belgien geheiratet hat. Wir waren sogar zur Hochzeit eingeladen.

Hier in Suriname war er ein toller Gastgeber, wir haben ein paar Touren mit ihm unternommen. Statt Benzingeld haben wir für ihn das Mittagessen bezahlt. 

Ein Dorf das wir besucht haben heißt Berlijn, aber keiner im Ort weis warum.

Bei Jos im Garten und dem unbewohntem Nachbarhaus gab es reichlich Vögel für mich zu sehen, so das wir auch viele Stunden dort verbracht haben.

Unsere letzte Station war Sonja's Guesthouse für eine Übernachtung in nähe des Flughafens. Sonja's Mann hat erst mal mit uns ein Bier getrunken. Das Zimmer war sehr klein, aber für eine Nacht akzeptabel. Auch hier lag der Garten direkt am Regenwald.

Am nächsten Tag brachte Sonja's Mann uns zum Flughafen und es ging zurück nach Amsterdam...