Panama 2015

Eigentlich hätten wir es vor der Dunkelheit schaffen müssen, so die Theorie. Doch an solchem chaotischen Feierabendverkehr haben wir nicht gedacht. Wir landeten gegen 14:00 Uhr, übernahmen unseren gebuchten Mietwagen und fuhren in Panama Stadt rein, zum Hotel Cresta Inn. Es lag auf der anderen Seite, der Flughafen liegt im Osten und wir mußten nach Westen. Es führt eine zweispurige Straße dorthin, doch es war ein Kampf um jeden Meter. Natürlich sind wir am Hotel vorbei, weil man in der Dunkelheit keine Straßennamen sehen kann. Wir landeten an einer Tankstelle und fragten die Fahrerin von einem vor uns stehenden Auto. Glück gehabt, sie mußte in die gleiche Richtung und fuhr vor uns her.

Das Hotel lag nicht weit von unserem Ziel für den nächsten Tag, den Parque Natural Metropolitano. Hier gab es Schmetterlinge, Faultiere, Vögel und exotische Pflanzen zu sehen.

Wenn schon in Panama, dann wollten wir auch unbedingt die Emberas einen Besuch abstatten. Fabrice von der Monkey Lodge organisierte für uns beide eine Tour. Der Preis 100 Euro pro Person, inklusive Essen und trinken. 

Er hat sich mehr als wir darüber gefreut, das er wieder zu dem indigenen Volk kam, wir mußten nun nichts mehr für die zwei Übernachtungen in seiner Lodge bezahlen.

Mit seinem Auto fuhren wir an einem Fluß auf dem es dann mit einem Boot, geführt von einem Embera zu einem Wasserfall ging. Im "Pool" des Wasserfalls haben wir erst einmal gebadet, danach fuhren wir weiter auf dem Fluß, hielten unterwegs an, um Schulkinder mit zunehmen und in ihrem Dorf abzuladen. In Parara Puru stiegen wir aus und wurden mit Musik empfangen. 

Als Mittagsessen gab es für alle Fisch und Bananenscheiben gebraten. Fabrice hatte für uns noch eine Ananas und Getränke mit genommen.

Später hatte man Zeit um Souvenirs zu kaufen oder sich bemalen zu lassen. Die Farbe hielt nur ein paar Tage, meine Frau ließ sich am Arm eine "Kriegsbemalung" machen. Danach gab es von den Emberas noch Musik und Tänze. Fabrice spielte noch mit den Kindern, bevor es wieder zurück zur Mönkey Lodge ging.

Unser nächstes Ziel war Valle de Anton das Hostel Cariguana. Laut Reiseführer soll es hier viele Froscharten und auch Vögel geben.

Wir sind alle Bäche in der Umgebung entlang gelaufen, aber nicht ein Frosch war zu sehen. Die Frösche gab es leider nur in dem Minizoo El Nispero in Terrarien zu sehen.

Auch die hier entdeckten Vögel waren weniger spektakulär, also nach meiner Meinung kann man sich den Ort sparen.

In der Unterkunft Primavera, in Boquete empfing uns eine alte Dame und wir mußten uns aufs Bett setzen und uns erst ihren Gesang anhören. Na ja...

Boquete ist schon ein touristischer Ort, aber er hat uns trotzdem gefallen.

Ideal für Dschungeltouren in der Umgebung und Richtung Costa Rica.

Ich wollte unbedingt den Nationalvogel von Costa Rica sehen, den Quetzal. Wir gingen in ein "Reisebüro" um eine geführte Tour zu buchen. Für 70US$ für uns beide, ging es am nächsten Morgen

in den Dschungel Sendero los Quetzales. Es war nicht die Brutzeit jetzt im September und die Wahrscheinlichkeit gering einen zu Vogel zu sehen. Der Guide erzählte uns andere Dinge zum Regenwald und als wir uns auf den Rückweg begaben, habe ich ihm dann einen Quetzal gezeigt. 

Leider war der zu hoch im Baum und die Fotos, die ich gemacht habe, sind nicht vorzeigbar.

Fazit, das nächste mal wieder alleine in den Regenwald...

Nun ist Strandurlaub angesagt. Bei DER Tour gab es für das Hotel Decameron ein Super Angebot. Wir hatten es zuerst gebucht und die anderen Unterkünfte danach, d. h. die komplette Reise entstand aufgrund dieses Angebotes. Nach Panama fliegen und nur am Strand liegen kam für mich nicht in Frage, also gehörten Dschungeltouren und der Panamakanal dazu.

Das Hotel Decameron soll 4 Sterne haben, wir würden nur 2+ geben. Beim All inklusiv muß man 

in einem Restaurant anstehen, bei den anderen sich vorher anmelden. 

Sobald die Einheimischen nach dem Wochenende weg sind, wird das Büfettangebot deutlich weniger. 

Zum Hotel gehörten viele Pools und Bars und an den letzteren haben wir uns jeden Abend lange aufgehalten ;-)

Am Wochenende gab es abends Tanz -Shows, wie fast überall in Lateinamerika...

 

Der letzte Morgen im Hotel, es regnet und so fällt uns der Abschied nicht ganz so schwer...

Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen, diesmal um Panamastadt herum.