Namibia 2007

Unsere zweite Namibiareise beginnt wieder in Windhoek, mit dem Unterschied, das wir erst eine Nacht hier schlafen, um dann am anderen Morgen fit zu sein für eine lange Strecke Richtung Norden. Hinter Grootfontein liegt unsere zweite Unterkunft Roy's Camp. Das Hinweisschild sehen wir an der Hauptstraße. Die Zimmer sind ein wenig urig eingerichtet. Die Betten aus Stein gemauert mit einer Matratze drauf. Für den größeren Geldbeutel gibt es auch ein Baumhaus. Auf dem Gelände der Lodge sehen wir einen großen Termitenhügel und einen Rotschnabeltoko.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter über Rundu und an Bangani vorbei zur Mahangu Safari Lodge. Nach der Regenzeit stand ein Teil der Anlage unter Wasser. Unseren Mietwagen mußten wir auf einer Wiese stehen lassen und wir wurden mit einem Boot abgeholt. 

Der Aufenthalt war sehr schön und wir bereuten schon hier nur eine Nacht gebucht zu haben. Diese Namibia Tour habe ich selbst zusammen gestellt. Am späten Nachmittag fuhren wir mit einem Boot zum Sundowner auf dem Cubango. Wir sahen Flußpferde, einen Spint, einen Zwergspint (beides Bienenfresserarten) und einen Schlangenhals (Reiherart)...und natürlich den herrlichen Sonnenuntergang - einen Sundowner gab es inklusive. Für unser Abendessen wurde direkt am Fluß ein Tisch gedeckt.

Am Morgen darauf konnten wir es ruhig angehen lassen, die Unterkunft Namuschascha Lodge war nicht all zu weit entfernt. So fuhren wir aus Namibia (Caprivi) zu einem Abstecher nach Botswana rein. Das bedeutete an der Grenze eine Einreisegebühr und Papierkram...Nach ein paar Kilometer entdeckten wir Zebras, Gnus, Affen, Gazellen und drei Pferdantilopen, aufgereiht wie beim Militär standen die Antilopen da.

Südlich von Kongola lag nun die Lodge, in der wir drei Nächte blieben. Auch hier haben wir eine Bootstour gebucht auf dem Kwando River, allerdings viel umfangreicher. Der begleitende Guide mit einer Kollegin und wir beide gingen zum Anleger. Es gab keine anderen Gäste in der Lodge und so kümmerte man sich fürsorglich um uns. Wir bekamen einige Vögel zu sehen und viele Dinge erklärt, wie z. B. über das Papyrusgras. Wir fuhren auf die Wasserpflanzen zu und ich sah etwas weißes am Halm, doch dann fiel das Tier ins Wasser. Dann erklärte mir der Reiseführer, das es ein kleiner Frosch war. Er entdeckte noch einen und nahm ihn an Bord, er setzte ihn dann auf der Kühlbox, in dem Getränke und unser Mittagessen verstaut waren. Nach ca. einer halben Stunde hielt der Bootsfahrer, damit wir Fotos von den vor uns auf tauchenden Flußpferden machen konnten. Er hatte einen großen Respekt vor den angriffslustigen Tieren. Dann gab er Vollgas und raste an den Tieren vorbei. In Afrika sterben mehr Menschen durch Flußpferde, als durch Löwen und Schlangen....

Wir fuhren an Bruthöhlen von Bienenfresser vorbei, durch ein Beet von Seerosen und nach einigen weiteren Minuten Fahrzeit stiegen wir aus, beziehungsweise um. In einer Halle stand ein großer LKW umgebaut für eine Safari mit etwa 20 Sitzplätzen. Wir hatten freie Platzwahl und es ging ins Gelände. Schildkröte, Affen, Blatthühnchen, Hornrabe und eine tolle Landschaft bekamen wir zu sehen. Nach einer Mittagspause ging es auf dem selben Weg wieder zurück zur Lodge. Den nächsten Tag haben wir innerhalb und außerhalb der Unterkunft verbracht. Auch hier gab es einen Pool...

Die Ilala Lodge in Simbabwe war unsere nächste Station. Dazu mußten wir an den Grenzen nach Botswana und Simbabwe wieder Ausreise - und Einreiseformulare ausfüllen. Nun kam der Höhepunkt unserer Reise, die Victoriafälle, von unserem Hotel aus war es nicht weit. Nach einer Dusche im Zimmer und frischen Klamotten aus dem Koffer machten wir einen Rundgang durch den Park, unmittelbar an den Wasserfällen.

Der Sambesi führte nach der Regenzeit im Frühjahr viel Wasser und die Gischt war über 200m hoch und so kam es, das eine Windböe uns eine volle Dusche brachte. Pitschenass liefen wir nun durch den Park weiter und auch wieder zum Hotel. Die Dame an der Rezeption hatte ihren Spaß als sie uns so sah... Ich denke sie hat das schon öfter gesehen. Alle die nicht auf einen guten Rat hören, dort mit Regenjacken im Park zu gehen, kommen wohl so wie wir wieder ins Hotel.

An der Rezeption fragten wir auch nach einem Flug über die Victoriafälle mit einem Helikopter. Darauf wurden zu einem Mann innerhalb des Hotelgebäudes geschickt, zu einem Mini - Reisebüro. Er meinte das die Flüge ausgebucht seien und er telefonierte mit Jemanden in Sambia. Dort wären noch 2 Plätze frei am nächsten Morgen, wir würden vom Hotel abgeholt und über die Grenze gebracht. Der Fahrer nahm

am nächsten Tag unsere Reisepässe für den Grenzübertritt und erledigte damit alle Formalitäten. Nach einer halben Stunde saßen wir schon im Hubschrauber und wir flogen zwei mal über die Wasserfälle mit einem gutgelaunten Piloten.

Nach dem Flug ging es zum Hotel zurück und dort packten wir unsere Koffer in den Mietwagen und fuhren nach Botswana in die Chobe Safari Lodge. Noch am Nachmittag nahmen wir an einer Safari teil. Mit einem Jeep ging es in den Chobe National Park. Da wir uns schon zu Hause informiert hatten, wußten wir das wir hier viele Tiere in kürzester Zeit sehen würden. Giraffen, Gazellen, Elefanten, Löwen, diverse Vögel und einen jungen Leoparden bekamen wir vor die Kamera. In der untergehenden Sonne fuhren wir zur Lodge zurück. 

In Botswana blieben wir nur eine Nacht und so fuhren wir am anderen Morgen zurück in den Caprivi nach Namibia zur Rundu N'Kwazi Lodge.

Hier blieben wir auch nur für eine Übernachtung. Den Ort, bzw. die Lodge haben wir gewählt um nicht über 10 Stunden fahren zu müssen.

Ausgeschlafen und gut gefrühstückt fuhren wir zur Okonjima Lodge. Am Nachmittag angekommen wurden wir gleich von einer Mitarbeiterin überfallen, damit wir an Ausflügen teil nehmen sollten. Wir haben uns auch zu zwei Touren für den nächsten Tag überreden lassen. Früh morgens zu den Geparden und den Wildhunden, die fanden wir auch in Ordnung. Die zweite Fahrt mit einem LKW durchs Gelände um einen Leopard zu sehen. Die Fahrerin fuhr rücksichtslos durchs Buschwerk, das fanden wir schon unverschämt, da es überall Tiere gab. Den Leoparden machte sie mit einer Antenne ausfindig, weil dieser ein Senderhalsband trug. Wir bekamen den Leo auch für drei Sekunden zu sehen. Ich habe kein Foto gemacht, denn ich möchte kein Tier mit einem Halsband in meiner Tierfotosammlung haben. Unsere Verärgerung über die zweite Tour haben wir auch kund getan...

Die Lodge selbst war große Klasse. In der Hütte hatte man vom Bett aus einen tollen Panoramablick und vor der Hütte konnte ich ein paar schöne Vögel ablichten. 

Von der Okonjima Lodge ging es zur Kavita Lion Lodge, die südwestlich der Etosha Pfanne liegt. Die Besitzerinnen, der beiden Lodges sind Schwestern. Als wir dort ankamen wußte man schon von unserer Diskrepanz und hier versuchte man das wieder aus zu bügeln, denn es wurde von der Köchin für uns ein Kuchen gebacken...

Auch hier haben wir zwei Touren mitgemacht, einmal zu den Löwen und eine weitere zu den Himbas einem indigenen Volk. Die Touren gab es für uns zu einem Sonderpreis. Wir hatten hier drei Nächte gebucht und viel Zeit für ausgiebige Wanderungen und auch den Pool hatten wir für uns alleine.

Es war unser Wunsch nochmals die Ameib Ranch zu besuchen, die wir ja schon 2006 auf der Rundreise erlebt hatten. Hier haben wir auch noch mal eine ausgiebige Wanderung im Erongo Gebirge gemacht. Es sah aber anders aus als im Jahr zuvor. Es hatte keinen Regen gegeben und so wahr alles verdorrt...

Am nächsten Tag fuhren wir nach Windhoek für eine Nacht zu Charlottes Guesthouse, denn am Tag darauf ging unser Flieger nach Frankfurt.