Brasilien

Wir haben einen späten Flug nach Rio de Janeiro und kommen erst gegen  Mitternacht dort an. In Deutschland hatten wir ein Busticket nach Buzios gebucht, einem Badeort mit angeblich 23 Stränden. Da unser Flug auch noch Verspätung hatte, waren wir nicht sicher ob der Bus schon ohne uns gefahren sei, aber dem war nicht so. Übermüdet ging es nun also mit über 2 Stunden Fahrt Richtung Buzios. Nach gut einer Stunde hielt der Fahrer für eine halbstündige Pause, auch das noch.

 In unserem Urlaubsort angekommen hielt der Bus an verschiedenen Hotels um dort Gäste ab zu laden, es waren viele aus Brasilien, Argentinien und Venezuela. Aus Deutschland gab es keine weiteren Urlauber.

Wir haben ein schönes großes Zimmer bekommen. Das von uns gebuchte Hotel hat nur wenige Zimmer. Es gibt in dem schönen Ort auch keine Bettenburgen.

Problematisch war eher die Verständigung beim Frühstück. Wir sprechen kein portugiesisch, nur etwas spanisch und englisch spricht hier kaum jemand, also mit Händen und Füßen ;-)

Die Strände sind sehr schön, so wechseln wir auch täglich die Buchten. Mittags und abends probieren wir unterschiedliche Restaurants und für uns sind die Preise sehr günstig.

Auch für das Nachtleben ist der kleine Ort gut gerüstet, mit reichlich Bars und Imbissständen. Wir haben uns dort nie bedroht gefühlt, ein Badeort wie in Europa.

Mit ein paar Einheimischen haben wir uns unterhalten können, weil sie in ihrem Bekanntenkreis immer jemanden hatten, der etwas englisch sprach und so wurde derjenige dann dazu geholt.

Nach 10 Tagen packten wir wieder die Koffer um zu den Iguazu Wasserfällen zu fliegen, natürlich wieder mit dem Bus zum Flughafen. Auch hier hatte der Flug Verspätung und als wir mit dem Taxi im Hotel ankamen, war unser gebuchtes Doppelzimmer schon vergeben.

Der Mann an der Rezeption gab uns dann eine Suite, also etwas schöneres und größeres als ein Doppelzimmer. Als wir am nächsten Morgen die Vorhänge beiseite ziehen, sehen wir in einem Feigenbaum 5 Tukane, zwei Riesentukane und drei Bunttukane.

Da hat es sich gelohnt am Abend vorher so spät einzuchecken.

 Das Hotel Cataratas, ein Belmond Hotel liegt direkt im Nationalpark an den Wasserfällen. Alle anderen Hotels in der nähe liegen außerhalb des Parks. Eine Übernachtung in dem 5 Sterne Hotel kostete damals 300 Euro. Wir blieben 2 Nächte, das hat die Urlaubskasse also ganz schön strapaziert. Inklusive waren die Getränke am Pool und es gab kleine Snacks, aber das Abendessen hatte dann wieder saftige Preise.

An den insgesamt über 270 einzelnen Wasserfällen kann man über eine parallel verlaufende Straße oder über einen breiten Gehweg die Naturgewalten bestaunen. Man begegnet Nasenbären, Vögel und Insekten. Der Vorteil in dem teuren Hotel zu wohnen ist der, das man morgens und abends wenn die Touristenbusse weg sind die ganze Promenade für sich hat.

Rio de Janeiro - Straße an der Copacabana
Rio de Janeiro - Straße an der Copacabana

Die zwei Tage sind schnell um und so fliegen wir am späten Nachmittag nach Rio de Janeiro. Hier liegt unser gebuchtes Hotel (-zimmer) in der zweiten Reihe direkt an der Copa Cabana. Vom Flughafen in die Stadt nahmen wir ein Taxi. 

Zum Abendessen gingen wir in Strandnähe in einem Texmex Restaurant und anschließend an einer Bar an der Copa Cabana.

Je weiter man nach rechts oder links geht, umso günstiger werden die Drinks.

Das Frühstück am nächsten Morgen im Hotel, das im Preis inbegriffen war, war übersichtlich, aber das kennen wir aus anderen Hotels in Lateinamerika.

Heute stand ein Besuch der Christusstatue auf dem Corcovado an. Ein Taxi brachte uns zur Bahnstation. Mit der Zahnradbahn ging es dann nach oben durch den Dschungel. 

Unten im Bahnhof sprach uns eine Frau auf deutsch an, sie lud uns am nächsten Tag ein, ihre Firma zu besichtigen. Es ging um Diamanten.

Wir sagten ihr, das wir den nächsten Tag für einen Dschungelspaziergang geplant hatten. Sie meinte es sei viel zu gefährlich, da kämen wir gar nicht lebend wieder heraus, sie würde uns in unserem Hotel einen Taxischein zu kommen lassen und es gäbe bei ihr auch etwas zu trinken... Also an Diamanten waren wir nun wirklich nicht interessiert, aber abends im Hotel gab es tatsächlich einen Gutschein mit Einladung. Wir haben es ignoriert.

Weiter zur Christusstatue, sie ist 30m hoch und steht auf einem 8m hohen Sockel. Vom Corcovado hat man eine tolle Aussicht über Rio mit dem Zuckerhut und den Stränden Ipanema und Copacabana. Nach einigen Fotos und  Filmaufnahmen traten wir den Rückweg an. Wir haben Affen gesehen, die darauf warteten etwas Eßbares von den Touristen zu bekommen. Den Weg in die Stadt zum Botanischen Garten gingen wir zu Fuß. 

 

In dem Park, der sehr weitläufig ist und in dem wir viele Blumen, Vögel und Schmetterlinge

gesehen haben verlassen wir nun und gehen über Ipanema, den zweiten bekannten Strand von Rio, in Richtung Hotel. Nach dem Abendessen, natürlich wieder im Texmex ziehen wir nun von Bar zu Bar am Strand der Copacabana. Der Caipirinha schmeckt überall gut. Einer war auf jeden Fall zu fiel und mir war die Nacht übel... 

Am nächsten Morgen also die Dschungeltour, die wir ja angeblich nicht überleben würden. Es ging zuerst mit der U-Bahn ein paar Stationen, einmal umsteigen, das hätten wir nicht gewußt, aber ein Passagier hat uns darauf hingewiesen. Dann ein paar Kilometer weiter mit einem Taxi und das brachte uns bis vor das Eingangstor. Außer uns war dort wirklich keiner. In der Nähe des Einganges war ein Wasserfall, der Dschungel wurde immer dichter und es wurde auch immer dunkler durch den dichten Baumbestand... 

Den Rückweg kannten wir ja nun und so stiegen wir zwei Stationen früher aus um noch ein bißchen die Stadt kennen zu lernen.

Für uns war das ein unvergesslicher, schöner Urlaub.